Der Praxisbezug ist eines der Markenzeichen der Rudolf Steiner Schule St.Gallen. Es beginnt in der Unterstufe mit dem Erlernen grundlegender Kulturtechniken wie der Hausbau- und Ackerbau-Epoche in der 3. Klasse sowie dem konkreten Erleben von Astronomie im Sternenkunde-Lager der 6. Klasse. In Oberstufe und IMS folgen dann zunächst das Landwirtschaftspraktikum (8.Klasse), bei dem die Schüler drei Wochen lang in einem landwirtschaftlichen Betrieb leben und mitarbeiten. In der neunten Klasse werden im zweiwöchigen Forstlager auf der Schwägalp durch das Arbeiten mit einem Förster Eigen- und Naturverantwortung sowie Urteilsfähigkeit geschult. Im Vermessungspraktikum der zehnten Klasse erschliessen sich die SchülerInnen die Welt auf eine ganz konkrete Weise, nämlich durch das Vermessen und Kartographieren eines bestimmten Gebietes. Das Sozial- und Pflegepraktikum in der  elften Klasse schliesst den Kreis. Hier arbeiten die SchülerInnen drei Wochen lang in einem Spital, Altenheim oder einer anderen sozialen oder heilpädagogischen Einrichtung – eine Erfahrung, die den meisten in nachhaltiger  und prägender Erinnerung bleibt. All diese praktischen Erfahrungen helfen den SchülerInnen, sich mit Natur und Gesellschaft zu verbinden und ein Fundament für Entscheidungen bezüglich ihrer beruflichen Zukunft zu treffen.

 

Bildung an der Steiner Schule bedeutet für mich, dass die Kinder und Jugendlichen nicht einfach so erzogen werden, dass sie in der Welt von heute bestehen und funktionieren können, sondern so, dass sie zu aktiven Gestaltern einer neuen Welt werden können.
— Johannes Luchsinger, Fachlehrer für Musik und Chor

 
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