Ziel der Waldorfpädagogik ist, das in jedem Menschen angelegte, zur freien Selbstbestimmung fähige Wesen zu fördern und ihm einen Ort zur sicheren und gesunden Entwicklung ohne Leistungs- und Konkurrenzdruck anzubieten. Dieses unverwechselbare Individuelle ist je nach Alter unterschiedlich ausgeprägt und muss folglich auf unterschiedliche Weise altersbedingt genährt und angeregt werden. Dabei wird die Individualität immer auf drei Ebenen – der physischen, der emotionalen und der geistigen – angesprochen. Diese Ganzheitlichkeit drückt sich unter anderem im breiten Fächerkanon der Steinerschulen aus: hier werden gleichermassen intellektuelle, kreative, soziale, praktische und künstlerische Fähigkeiten bei den SchülerInnen entwickelt. Den handwerklichen, künstlerischen und Bewegungsfächern kommt dabei genauso viel Bedeutung zu wie den klassisch kognitiven Schulfächern. Durch fächerübergreifendes Unterrichten wird eine Vernetzung der verschiedenen Erlebensebenen sichergestellt. Der Schwerpunkt liegt dabei stets auf der Förderung der Eigentätigkeit beim Kind und Jugendlichen sowie im Bereich der Beziehungsbildung; besonders viel Wert wird auf Strategien der Selbstorganisation und des Selbstlernens gelegt. Die Steinerschulen bilden urteilsfähige, praxiserprobte, kreative und für die moderne Berufswelt qualifizierte Persönlichkeiten mit hoher Sozialkompetenz und Verantwortungsbereitschaft aus.

 

Waldorf 100 – Der Film

 
 

Interview mit Jack Ma (Alibaba-Gründer) über Bildung

 
 

So alt die Waldorfpädagogik mit ihren nahezu 100 jahren auch ist, so aktuell und notwendig ist sie für unsere kinder heute - um die begegnungsfähigkeit von mensch zu mensch zu gewährleisten.
— Heidrun Weber, Schulleitung