Nachahmung - Nachfolge - Streben nach Idealen

Nachahmung (Vorschulkind)

In der ersten Lebensepoche steht die Wahrnehmung im Zentrum.

Das Kleinkind orientiert sich nachahmend an seinen Vorbildern, in die es Vertrauen hat.
Was seine Sinne wahrnehmen, wirkt sich bis in die Bildung der leiblichen Organe aus.
Das Spiel des Kindes in dem es seinen Willen frei betätigt, ist für das Kind existentieller Lebensernst und nicht Zeitvertreib.

Nachfolge (Schulkind)

Die zweite Lebensepoche ist vom seelischen Miterleben geprägt.

Die naturgegebenen Imitationskräfte verwandeln sich gegen das Schulalter hin mehr und mehr zum gemüthaften, innerlichen Mitempfinden. Der Antrieb zur Tätigkeit wird nun immer stärker von seelischen Vorbildern ausgehen. Die Beziehung zur Lehrperson als natürlicher Autorität ist der Nährboden, auf dem das Kind seelisch wachsen und lernen kann. Ein bildhaft orientierter Unterricht, der die Gemütskräfte anspricht, gehört zum entscheidenden Erziehungsmittel für eine gesunde Unterstützung der kindlichen Entwicklung.

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Streben nach Idealen (Jugend)

In der dritten Lebensepoche steht das denkende Nachvollziehen im Vordergrund.

Immer mehr erwacht das Bedürfnis durch eigene Einsicht und Erfahrung die Welt verstehen zu lernen. Wurden vorher aus dem sozialen Umfeld Erwachsene als Autoritäten anerkannt, wird nun nach Idealen gesucht, die den Jugendlichen zu eigenen Errungenschaften beflügeln und anregen.

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